Bei einer Beschreibung unseres Lebens hier in Frankreich darf natürlich auch die Uni nicht zu kurz kommen, deswegen sind wir ja schließlich hier.
Das ist sie, die Sprach- und Geisteswissenschaften Fakultät, der Université François-Rabelais de Tours!
Hier sitzen Carmen und Alex und ich von Montags bis Donnerstags (ja, ganz richtig, Freitag haben wir FREI) in sehr sehr sehr stickigen Hörsälen (Franzosen scheinen es zu hassen Fenster zu öffnen) und lauschen den 120-minütigen Vorträgen der Dozenten. Schon ziemlich schnell haben wir festgestellt, dass uns das französische Uni-System nicht besonders gut gefällt. Die Studenten schreiben wie verrückt alles, aber auch wirklich alles mit, was der Professor so von sich gibt und lernen das dann für die Klausuren am Ende des Semesters auswendig. Mit seinem Professor zu reden ist dabei etwas fast schon Magisches. Franzosen haben scheinbar große Angst vor Professoren...
Aber alles in allem ist das für uns natürlich auch wieder gar nicht so schlecht. Immerhin müssen wir uns so nicht damit herumquälen uns während der Übungen französische Sätze zusammenzubasteln. Dafür müssen wir aber die so genannten commentaires de texte schreiben. Das heißt, man muss einen Text zu einem bestimmten Thema analysieren und vollkommen auseinanderpflücken um diese Analyse dann vor den anderen Studenten vorzulesen. (die machen sich währenddessen übrigens wieder fleißig Notizen...) Und, ganz wichtig, in diesem Zusammenhang, der Text sollte aus drei mal drei Kapiteln bestehen! Drei mal drei hat für die französischen Dozenten nämlich eine magische und perfekte Aura.
Aber, ich denke, dass wir uns insgesamt doch ganz gut schlagen. Auch wenn wir uns den ein oder anderen Unterpunkt aus den Fingern saugen müssen...
1 Kommentar:
Mon dieu... Sehr sehr viel von dem, was ihr schreibt, hätte genauso auch von uns dreien "damals" stammen können. Incroiable :D
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